Möglichkeiten der mobilen Datenerfassung

Das Stichwort „mobile Datenerfassung“ ruft bei vielen Menschen schnell Gedanken sowie Erinnerungen an diverse Datenklauskandale und unzureichende Verbraucherschutzgesetze hervor. Das Konzept der mobilen Datenerfassung hat jedoch weitaus weniger als zunächst vermutet mit der allgemeinen und zurecht kritisierten Datensammelpraktik gemeinsam. So kommt die gesamte Technik der mobilen Datenerfassung vornehmend in Betriebsbereichen wie der Logistik und der Lagerung zum Einsatz. Auch wir von proLogistik haben einige Gerätschaften mit dem Schwerpunkt der mobilen Datenerfassung (MDE) in unsere Produktpalette vorzuweisen.

Aktuelle Verfahren der mobilen Datenerfassung

Je nach Sinn und Zweck stehen derweil verschiedene Systeme für die mobile Datenerfassung zur Verfügung. Einen regelrechten Klassiker stellt hier zum Beispiel der Barcode-Scanner dar: Mit einem Sensor wird ein Strichcode durch eine schlichte optische Abtastung bezüglich der Reihenfolge und Breite aufgedruckter Strichcodes abgetastet. Jeder Strichcode verweist auf ein bestimmtes Produkt beziehungsweise auf einen mobilen Datensatz, der in einem großen Pol gespeichert und bei Bearbeitung, sprich im Falle einer Neuzuweisung oder Entfernung, des Produkts aktualisiert wird.

Die klassische Supermarktkasse beispielsweise greift auf eben dieses Prinzip zurück. Eine weitere beliebte, weil erprobte und nahezu fehlerfrei arbeitende, Sparte an MDE-Geräten machen PDAs aus. Diese werden zum Beispiel häufig von Paketzustellern genutzt, da sie neben der Decodierung von Strichcodes um ein Eingabefeld, auf welchem über einen (meist im Gehäuse integrierten) Stift Notizen sowie Unterschriften hinterlegt werden können. In einem größeren Kontext werden diese Geräte auch der Klasse der sogenannten Handterminals zugerechnet, wobei diese im Grunde genommen jedes Gerät mit dem Schwerpunkt der mobilen Datenerfassung einschließt.

Datalogic Falcon X3So sind auch Smartphones und Tablet- sowie Industrie-PCs dieser Reihe zuzuordnen, denn dank den mittlerweile nahezu standardmäßig verbauten Kamerasystemen oder aber nachträglich erwerbbaren Aufsätzen können diese mobilen Computersysteme ebenfalls als handgerechte MDE-Geräte genutzt werden. Lediglich mobile Terminals grenzen sich von dieser Produktgruppe ab, denn diese fungieren vielmehr als eine Art Sammelort der zahlreichen Datensätze, sind also in erster Linie für die Verbindung einzelner Geräte sowie für die Datenübermittlung gedacht.


Vorteile und Verwendungszwecke von MDE-Geräten

Der konkrete Nutzen eines MDE-Geräts besteht in der zielgenauen Vergabe von Aufträgen und dem unmissverständlichen Informationscharakter: Anders als bei der Eingabe von Seriennummern beispielsweise droht bei dieser Technik keine irrtümliche Produktzuordnung, sodass angefangen von der Lagerung über den Transport bis hin zu Weiterverarbeitungsprozessen in größeren Produktionsketten ein besonders schneller und zielgerichteter Ablauf gewährleistet ist.

Datalogic GM4100Zudem drohen keinerlei „Doppelbelegungen“, da die MDE-Geräte stets über Aspekte wie Warenbestand, Auftragsstatus und sonstige Anfragen Bescheid wissen. Zudem befinden sich alle Nutzer stets auf demselben Wissensstand, denn schließlich beziehen alle Involvierten ihre Informationen aus einem zentralen Datenpool, der entweder über ein Push- oder ein Pull-Verfahren mit Daten angereichert wird.

Dies geschieht entweder online oder offline – je nachdem, ob Barcode-Scanner, Handterminal oder eben Smartphone über eine eigene Internetverbindung verfügen, oder nicht. Einen grundsätzlichen Aspekt machen übrigens noch die jeweiligen Betriebssysteme aus. So gilt derweil zum Beispiel Windows Embedded 8.1 als eine gern genutzte Datenerfassungssoftware, da diese plattformübergreifend, etwa auf großen Zentralrechnern, mobilen Datenterminals und nicht zuletzt auf Smartphones und Tablet-PCs, genutzt sowie individualisiert werden kann.

Zukunftskonzepte

Motorola MC9200Bereits jetzt im Einsatz sind Scannersysteme, die auf einer RFID-Technik basieren. Hierbei handelt es sich um die Identifizierung mithilfe elektromagnetischer Signale: Das Lesegerät muss nun nicht mehr punktgenau an eine Stelle des zu erfassenden Gegenstandes angelegt werden, sondern nimmt bereits bei der bloßen Annäherung des Scanners seine Sendeaktivität auf. Bei dieser Spezialform kommt nämlich ein Transponder zum Einsatz, der mit einer eigenen Stromquelle ausgestattet sein kann und somit eine aktive Erkennung ermöglicht.

Der neue Personalausweis etwa verfügt bereits über diese Technik, doch aufgrund ihrer recht kostspieligen Anschaffung werden RFID-Systeme bisweilen eher selten genutzt. In nicht allzu entfernter Zukunft könnte sich diese Technik jedoch mehr und mehr durchsetzen, denn Kriterien wie Nachhaltigkeit sind bei elektromagnetischen Transpondern wesentlich größer geschrieben. Ebenfalls auf dem Vormarsch sind mobile Endgeräte wie Smartphones, die sich mit zwei Systemen nutzen lassen. So müssen im Grunde genommen keinerlei Handterminals oder ähnliche Gerätschaften angeschafft werden, da mittlerweile nahezu jeder Mensch über ein Smartphone verfügt.

Im privaten Umfeld darf dann das native Betriebssystem genutzt und während der Arbeit, etwa durch den lokalen Abgleich eines regelmäßig aktualisierten Codes, das betriebsinterne System eingesehen werden.

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