Lebensmittel-Logistik: Lebensmittelbranche im Umbruch

Wie das Internet die Lebensmittel-Logistik verändert. Das Internet, das Ding der Dinge, hat mittlerweile in wirklich allen Bereichen unseres Lebens Einzug gehalten. Selbst all jene, die nicht bewusst in den Weiten des World Wide Webs abtauchen, werden durch plattformübergreifende Angebote immer stärker auf den Online-Zug gedrängt. Ähnlich sieht dies auch bei alltäglichen Aufgaben aus: Der Tankstellenvergleich, die Kinokartenreservierung und die Straßensuche können das Leben deutlich erleichtern. Auch die Lebensmittelbranche hat dies erkannt – oder besser gesagt zu spüren bekommen. Denn hier setzt ebenfalls so langsam aber sicher der Trend zum virtuellen Shoppen ein.

Maus ersetzt Einkaufswagen

Die Vorteile von Online-Shopping liegen auf der Hand, keine Frage. Zeitersparnis und Geldersparnis stellen die konventionelle Einkaufsmethode in den Schatten und verändern die Lebensmittel-Logistik. Bisweilen konnte sich dieses virtuelle Geschäftsmodell im Lebensmittelbereich zumindest hierzulande allerdings noch nicht so recht durchsetzen. Eine Studie der Nielsen-Gruppe etwa ergab, dass im gesamten europäischen Raum bereits 11 Prozent aller relevanten Personengruppen Produkte für den täglichen Bedarf, angefangen von der Milch zum Morgenkaffee bis hin zur Stulle fürs Abendbrot, per Online-Order erwerben.

In Deutschland ist es nicht einmal die Hälfte, die dem Lebensmittel-Mausklickkauf über den Weg traut! Ganz anders also als bei Kleidung, technischen Produkten und Ausflügen: Satte 53 Prozent der Deutschen nutzen gerne das Internet, um Reisen zu buchen und gut zwei Drittel hat seinen Kleiderschrank bereits des Öfteren durch Internetlieferungen erweitert. Hier übertreffen die Deutschen ihre Nachbarn um Längen, und auch in puncto Handy-, PC- und Kamerakauf haben die Deutschen mit einem Anteil von 48 Prozent die Nase vorn – europaweit liegt hier der Anteil bei gut 38 Prozent.

Die Zahlen offenbaren jedoch auch:

Jeder Zehnte kann sich vorstellen, den regelmäßigen Lebensmitteleinkauf auf virtuellem Wege zu tätigen – eine große Chance also für Anbieter in Sachen Lebensmittel-Logistik. Und: Bei 15 Prozent wird selbst im Supermarkt via Internetzugang gespart. Rabattcoupons und Vergleichsportale finden dank Smartphone & Co. immer häufiger Verwendung.

Händler aus der Lebensmittel-Logistik holen auf

Dass der klassische Supermarkt vor allem für Frischeprodukte wie Wurst, Käse und Butter weiterhin gerne als primäre Anlaufstelle genutzt wird, dürfte an der recht hohen Geschäftsdichte in Deutschland liegen. Da jedoch bereits jetzt Produkte wie Wein und Süßigkeiten vermehrt auch im Internet bestellt werden, könnte sich dies durchaus ändern.

Amazon Fresh, Lebensmittel.de und Co.

Um Schritt zu halten mit Größen wie „Amazon Fresh“ und „Lebensmittel.de“, werden seit Kurzem folglich auch neue Geschäftskonzepte erschlossen.

Rewe beispielsweise bietet seit Neuestem nicht nur einen klassischen Lieferdienst, sondern gleich eine ganze Flatrate für bestellte Waren an!

Bestellte Waren werden dann wahlweise für 6,99 Euro zwischen Dienstag und Donnerstag oder für 9,99 Euro zwischen Montag und Samstag geliefert. Ein explizites Zeitfenster, wie man es von manchen Konkurrenten kennen könnte, bietet der Branchenprimus zwar nicht, doch bald soll zumindest noch die Option, die Waren in einer Filiale abholen zu können, folgen. Zukunftsweisende Verkaufskonzepte lassen zudem junge Start-ups wie zum Beispiel „Traubio“ erkennen.

Bei besagtem Anbieter kann der Kunde virtuell – per Webcam – die Ackerfelder, Verarbeitungsstädten und Tierställe besuchen! Bestellungen können die verschiedensten Produkte umfassen, doch diese stammen allesamt aus biologischem Anbau beziehungsweise artgerechter Haltung. Die Nutzung der Plattform ist übrigens kostenlos. Sogar für die Bauern. Lediglich durch die Abgaben von gut 15 Prozent des Verkaufswertes pro versandter Bestellung will sich Traubio finanzieren. Apropos Versand: Derweil hat der Öko-Zwerg noch mit einigen Baustellen zu kämpfen, wobei die Lebensmittel-Logistik den Schwerpunkt ausmacht. Mit einer Reihe hochwertiger Industrie-PCs, die auch für den transportablen Einsatz geschaffen sind und eigenen Lagern mit effizienteren Kühlsystemen soll jedoch auch dieser Stein in Kürze aus dem Weg geräumt sein.

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